WEBVTT

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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe vom FAU-Vlog.

00:00:10.440 --> 00:00:14.920
Holt euch am besten einen Tee und packt euren inneren Shakespeare raus, denn heute quatsche

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ich über Theater- und Medienwissenschaften und warum ich mich dafür entschieden habe.

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Mein Studiengang ist ein Zweifachbachelor und ich habe mich dafür die Kombi Germanistik

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und Theater- und Medienwissenschaften entschieden.

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Germanistik war ursprünglich auch mein Erstfach, allerdings hat sich das im Laufe der Zeit

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geändert, weil ich einfach gemerkt habe, dass Theater- und Medienwissenschaften oder

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kurz TV-MV mir doch mehr liegt und deswegen habe ich das dann zu meinem Erstfach gemacht.

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Für mich war eigentlich nach dem Abi schon klar, dass ich das klassische irgendwas mit

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Medien machen möchte, einfach weil ich mich schon zu Schulzeiten total für Kameras, Fotografie

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und auch Schnittprogramme interessiert habe und dann habe ich mir auch ein bisschen Zeit

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gelassen, mich für meinen Studiengang zu entscheiden, habe in der Zwischenzeit noch

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ein Praktikum bei einer Zeitung und auch bei einem Verlag gemacht und habe da richtig

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positive Erfahrungen sammeln können und deswegen hat das meinen Entschluss, mich danach für

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irgendwas mit Medien zu entscheiden, nochmal bestärkt.

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Ich habe mich dann über Studiengänge in der Medienwelt informiert und die größte Frage,

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die da aufkam, war, mache ich eher was medienwissenschaftliches oder was medienpraktisches?

00:01:22.720 --> 00:01:26.720
Zur Auswahl standen dann unter anderem die FH Ansbach mit dem Studiengang Multimedia

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und Kommunikation und auch die Makromedia Hochschule und auf der wissenschaftlichen

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Seite Bamberg und auch Erlangen mit Medienwissenschaft.

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Die Makromedia ist nach einem Blick auf die Studienkosten direkt rausgeflogen und danach

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habe ich mich auch eher meinem Bauchgefühl nach dafür entschieden, dass ich was medienwissenschaftliches

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machen möchte anstatt was medienpraktisches.

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Deswegen kamen dann eben nur noch Bamberg und Erlangen in Frage und da habe ich mich

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für Erlangen entschieden, weil die FAU neben Frankfurt am Main und Bayreuth die einzige

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Uni in Deutschland ist, die Theater und Medienwissenschaften als Kombifach anbietet.

00:01:58.160 --> 00:02:02.800
Zusätzlich hatte ich dann dann noch die Möglichkeit, Germanistik eben als Fach dazu zu wählen

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und weil Deutsch in der Schule mein Lieblingsfach war, hat mir das total zugesagt.

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Also erstmal erwartet euch ein unfassbar umfassendes Grundlagenjahr.

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In einem was Theater und Mediengeschichte, Historiografie, Analyse, Praxis und auch wissenschaftliches

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Arbeiten angeht.

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Gerade wenn man zweifach wie Germanistik hat, was auch unfassbar viel Lernaufwand mit sich

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bringt, dann ist es extrem viel Input auf einmal und ich glaube ich habe auch noch nie so viel

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gelernt wie in den Prüfungsphasen meiner ersten beiden Semester.

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Danach entspannt sich die Lage aber ein bisschen, vor allem weil Praxismodule dazukommen und

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weil man außerdem die Möglichkeit hat sich so ein bisschen zu orientieren, ob man eher

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in die Medienrichtung oder in die Theaterrichtung unterwegs sein möchte.

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Da gibt es nämlich keine festen Vorgaben für die Kurse, solange danach das Modul erfüllt

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wird.

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Ich für meinen Teil bin mittlerweile eigentlich fast nur noch im Medienbereich unterwegs,

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einfach weil das eine extrem junge Wissenschaft ist und ich das total interessant finde, wenn

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es noch so viele Themenbereiche gibt, die eigentlich noch gar nicht bearbeitet sind.

00:02:57.800 --> 00:03:00.960
Ich hatte zum Beispiel auch schon mal ein Seminar über GTA.

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Nur so am Rande.

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Eine Frage, die man sich auf jeden Fall stellen sollte, bevor man irgendwas mit Medien macht,

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ist, ob man eher einen praxisorientierten oder einen wissenschaftlichen Studiengang

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wählen möchte.

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An der FAU konkret ist Theater- und Medienwissenschaft eben eher theoretisch orientiert.

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Das heißt, man lernt auf jeden Fall mehr darüber, wie man Theater und Medien betrachtet,

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als darüber, wie man sie produziert.

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Ein theoretisch orientierter Studiengang heißt jetzt aber nicht unbedingt, dass man die ganze

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Zeit nur Bücherwels liest und irgendwelche Hausarbeiten schreibt.

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Denn es gibt auf der einen Seite die Praxismodule, das heißt, da kann man sich im Drehbuch schreiben

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ausprobieren oder auch Audioprojekte erstellen.

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Und auf der anderen Seite gibt es auch eine wahnsinnige Range an Schlüsselqualifikationen,

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die man nebenbei belegen kann und die sich auch mit den Themen, die für Medien und Theater

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relevant sind, beschäftigen.

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Ich bin ja jetzt zum Beispiel vor allem bei Funklust unterwegs, wo ich unfassbar viel

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lerne, was mit Radio- und Videoproduktion und auch mit Webpräsenz zu tun hat.

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Vor Corona war ich außerdem noch beim Kurzfilmfestival Ketase aktiv, wo man auch mal richtig gut

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lernen kann, wie man zum Beispiel ein Event organisiert, richtig Werbung macht und so weiter.

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Und für alle am Journalismus Interessierten gibt es zum Beispiel das V-Studie-Magazin

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oder das Reflex-Magazin, bei dem man journalistisch und schreiterisch tätig werden kann.

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Und auch im Theaterbereich ist man vom Arena-Theater-Festival über Impro-Kurse bis hin zu fremdsprachigem

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Theatergehe es ganz gut versorgt.

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Diese Kurse spielen auch eine Rolle für die Prüfungsleistungen, denn mit den Prüfungsleistungen

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ist es in TV-Mevi generell so, dass in den ersten beiden Semestern eigentlich eine Prüfung

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nach der anderen kommt und danach schreibt man zum Großteil aber nur noch Hausarbeiten.

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Insgesamt ist mir außerdem aufgefallen, dass es weniger Kurse und Module zu besuchen

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gibt als zum Beispiel in Germanistik.

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Das ist aber auch so gewollt und es liegt daran, dass 30 ECTS danach von Schlüsselqualifikationen

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kommen sollen.

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Das heißt, man kann die eben genannten AGs dafür benutzen, um eben Schlüsselqualifikationspunkte

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zu generieren, aber man kann zum Beispiel auch Fremdsprachenkurse besuchen.

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Welchen Beruf man danach annimmt, das hängt stark von der eigenen Orientierung im Studium ab.

00:04:56.800 --> 00:05:00.400
Erstmal geht es darum, herauszufinden, interessiere ich mich vielleicht mehr für Theater oder

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mehr für Medien oder eine Kombination aus den beiden.

00:05:03.280 --> 00:05:06.960
Unter Umständen kann da auch noch das zweitfach eine Rolle spielen und dann natürlich unter

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anderem die Schlüsselqualis, die man so belegt und Praktika, die man während dem Studium macht.

00:05:11.280 --> 00:05:15.120
Beliebte Jobs im Bereich vom Theater sind natürlich alle, die irgendwas mit dem Theater zu tun

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haben, also von Darsteller innen bis zu Intendantin, Regisseur innen, Drehbuchautor innen oder

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auch was die Theaterverwaltung angeht.

00:05:22.560 --> 00:05:26.400
Im Medienbereich geht es für viele danach ins Redaktions- oder Verlagswesen, das heißt

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von Redakteur innen über Editorinnen bis hin zu Produzent innen ist da eigentlich alles drin.

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Das Klischee, dass alle Geisteswissenschaftler innen im Endeffekt nur Taxifahren oder im

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Callcenter arbeiten, hält sich zwar beständig, aber ich glaube, dass jeder Studiengang zu

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dem wird, was man daraus macht und die Wannbreite an Optionen ist da gefühlt wirklich unendlich.

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Prinzipiell würde ich sagen, dass TV-Mevi auf jeden Fall ein Studienfach für alle ist,

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die sich erstens für Theater und für Medien interessieren und die zweitens ein möglichst

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großes kreatives Feld haben wollen, um sich da mal auszuprobieren.

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Ich hoffe, ihr seid jetzt besser informiert als vorher und könnt bei eurem nächsten WG-Casting

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richtig gut punkten.

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Ich für meinen Teil gehe jetzt noch eine Runde in die Sonne, denn das Wetter ist echt

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verdammt schön.

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Ich hoffe, ihr macht dasselbe und wir sehen uns beim nächsten Mal.

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Machts gut, ciao!

